HIV-Leitfaden      Startseite : Inhaltsverzeichnis : Organspezifische Erkrankungen : Psychiatrische Krankheitsbilder  
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Einleitung
Grundlagen
Diagnostik
Vom Symptom zur Diagnose
Vorgehen bei diagnostizierter HIV-Infektion
Therapie
HIV-assoziierte Krankheitsbilder
HIV-assoziierte Neoplasien
Organspezifische Erkrankungen
Dermatologische Krankheitsbilder
Hepatitis
HNO-Manifestationen
Zahnärztliche Krankheitsbilder
Neurologische Manifestationen
Psychiatrische Krankheitsbilder
HIV-Infektion bei Kindern
Ernährung bei HIV-Infektion
Adressen und Webadressen


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Psychiatrische Krankheitsbilder

Regina v. Einsiedel

AIDS Phobie

Erkrankung
AIDS Phobie
Definition/Diagnose
- Zwangsbefürchtung, HIV-positiv zu sein
- exzessive inadäquate und unbegründete Angstreaktion mit Krankheitswert
- nur kurzzeitige Einsicht in die Unbegründetheit der Phobie
- ätiologisch unspezifisches hypochondrisches Syndrom
Differentialdiagnose
1. Persönlichkeitsstörungen
2. Angst-/Konversions-/Zwangsneurosen
3. endogene Depressionen (mit somatischen Symptomen)
4. seltener Psychosen, u.a.
Symptome
1. Angst
2. Vermeidungsverhalten, z.B. im Sexualkontakt
3. Zwangshandlungen
- wiederholte (negative) AIDS-Tests
- Zwangsgedanken über das Thema AIDS
- Inspektion des Körpers nach Infektionszeichen
4. zunehmendes neurotisches Einengen des Handlungsspielraums
- Belastung des Phobikers selbst
- Belastung seines sozialen Umfeldes
- Arbeitsunfähigkeit
Folgen
Verlust der Partnerschaft
sozialer Rückzug
ökonomische Konsequenzen
Suizidalität
Auslöser der AIDS-Phobie
1. Kontaminationsängste, z.B.:
- durch schuldhaft erlebte Sexualkontakte
- durch Traumen und Bagatelltraumen
- durch wahnhafte Verletzungen
- durch ärztliche und zahnärztliche Behandlung
2. Medienberichte
Therapie
1. Psychotherapie (braucht Überzeugungsarbeit!)
- Gesprächstherapie
- Verhaltenstherapie
2. nur kurzzeitig medikamentös bei neurotischer Ursache
3. symptomatisch: antidepressiv oder antipsychotisch
Bemerkungen
- AIDS-Phobie hat Angst vor Syphilis abgelöst (Venerophobie!)
- selten Zugehörigkeit zu Gruppen der Hauptbetroffenen
- bei Neurose Autonomiekonflikt auf Sexualebene verschoben
- häufig Erstkontakt zum Therapeuten über Telefon
- häufiger Arztwechsel und Mißtrauen
- Zuweisung durch Gesundheitsamt (wiederholte HIV-Tests)
- in USA führen HIV-Phobiker Prozesse gegen Behandelnde
- Prävalenz: Männer 2,5%, Frauen 1,8%
Synonyme
HIV-/AIDS-Phobie
AIDS-Angst
AIDS-Panik
AIDS-Paranoia
Pseudo-AIDS

Psychosen

Psychosen aus dem
- schizophrenen
Formenkreis
- schizoaffektive
Psychosen














*sehr häufig (++++)
*häufig (+++)
*manchmal (++)
*selten (+) vorkommend
Diagnose/Differentialdiagnose/Ätiologie
endogen (psychogen) exogen (organisch)

kommt als eigenständige 1. HIV-Infektionen (fortgeschrittenes Stadium+++)*
Erkrankung vor 2. HIV-assoziierte opportunistische Infektionen oder Lymphome
3. Drogen- oder medikamenteninduzierte Psychose
- Entzugspsychose
- Alkoholmissbrauch, -entzug (Delirium)
4. iatrogen induziert (z.B. medikamentös)
5. andere -nicht-HIV-bedingte- organische Ursachen (Neoplasmen, Infarkte, etc.)
Symptome
1. Wahninhalte*
- paranoider++++
- Größen-+++
- Beziehungs-++
- religiöser+
- Schuld-+
- Kontroll-+
- Eifersuchts-+Wahn
2. Halluzinationen*
(ein oder mehrere Symptome gleichzeitig)
- akustische
- optische
- olfaktorische
- taktile
3. Ich-Störungen
4. Affektive Symptome
- depressiv oder manisch oder gemischt
Verlauf
Persistenz der Symptome*+++
eine oder mehrere Episoden+++
Untersuchungen
- Eigen- und Fremdanamnese
- neuropsychologische Testungen
- Liquor-Untersuchung
- Neuroradiologie (CCT, MRT)
- EEG
Therapie
- antiretroviral
- symptomatische antipsychotische Therapie: atypische sind den typischen Neuroleptika vorzuziehen: s. Atypische Neuroleptika
- Stimmungsstabilisierende Phasenprophylaxe bei affektiven Störungen: s. Tabelle "Stimmungsstabilisierung & Phasenprophylaxe"

 

Fortsetzung
schizophrene Psychosen






*sehr häufig (++++)
*häufig (+++)
*manchmal (++)
*selten (+) vorkommend

Neuropathologie
1. hoher! HIV-Nachweis im Blut/Liquor
2. oder kein! HI-Virus-Nachweis möglich
3. opportunistische Infektionen:
- PML, CMV, Toxo, Kryptokokkus
4. vacuoläre Myelopathie
5. HIV-Enzephalopathie
Bemerkungen
- 2-3% der HIV Patienten leiden an Psychosen
- Inzidenz bei HIV-Infektion nicht höher als ohne HIV
- organische oder endogene Genese klinisch meistens nicht unterscheidbar
- keine differentialdiagnostische o. ätiologische Aussage
durch Zusatzuntersuchungen möglich
- evtl. durch postmortale Untersuchung Hinweis auf HIV-induzierte Psychosen
- bisher keine Korrelationsstudie:Virus-Last und psychiatrische Erkrankungen
- keine systematischen Studien über Ursache, Verlauf und Neurobiologie publiziert
- positive psychiatrische Anamnese ist Prädiktor für Psychose
- HIV-Psychose ist theoretisch durch Anheben des Immunstatus therapierbar
- AZT kann Manien auslösen
- Diagnosen nach ICD9/10,
- oder nach DSM III/III-R


Atypische Neuroleptika

Wirkstoff (Handelsname)

Serumspiegelerhöhungen ART

Serumspiegelveränderungen

Pharmakokinetik,
Wechselwirkungen

Nebenwirkungen und Bemerkungen

Amisulprid

Solian®

keine Interaktionen

keine Interaktionen

vorwiegend renal deshalb keine Interaktionen mit biliär verstoffwechselten Medikamenten zu erwarten

  • Akathisie

  • transiente extrapyramidal motorische Nebenwirkungen (EPS)
  • endokrine Störungen (vor allem Prolaktinspiegelerhöhung)

Clozapin

Leponex®

 

Clozapinspiegel werden durch Fluvoxamin sehr stark erhöht

Cytochrom P-450-Isoenzym CYP1A2

  • HIV-Patienten relative Kontraindikation durch Gefahr der Agranulozytose

  • Senkung der Krampfschwelle
  • Myocarditis (selten)

Olanzapin

Zyprexa®

keine Interaktion mit dem über P450 verstoffwechselten PIs

Olanzapinspiegel werden durch Rauchen und Carbamazepin erhöht


Olanzapin senkt klassische Neuroleptikaspiegel

Cytochrom P-450-Isoenzyme CYP2D6 und CYP1A2

keine Inhibition oder Induktion der Cytochrom-P450-Enzymen

  • Anstieg der Lebertransaminasen geringe Gewichtszunahme
  • transiente EPS
  • endokrine Störungen
  • Leuko- und Thrombozytopenie
  • Akathisie
  • Müdigkeit
  • kann Hyperglykämien induzieren, Blutzucker-Kontrollen

Risperidon

Risperdal®

Nucleoside erhöhen den Risperidonspiegel

Risperidon erhöht die Spiegel der Phenothiazine

Serotonin-Wideraufnahme-Hemmer

trizyklische Antidepressiva

ß-Blocker

Risperidonspiegel wird durch

  • Benzodiazpine
  • Clonazepam
  • Trazodon
  • Paroxetin 

erhöht

Cytochrom P-450-Isoenzyme CYP2D6 und CYP 3A4

  • Extrapyramidal motorische Nebenwirkungen

  • Akathisie
  • Müdigkeit
  • Speichelfluss
  • geringe Gewichtszunahme
  • keine erhöhte Krampfneigung

Quetiapin

Seroquel®

 

Quetiapinspiegel wird durch 

  • Proteasehemmer,

  • Carbamazepin,

  • Phenytoin,

  • Thiotidazin 

erniedrigt

 

Quetiapinspiegel wird durch Ketonalzol signifikant erhöht

Cytochrom P-450-Isoenzyme CYP3A4

  • Relativ neues Neuroleptikum, noch keine ausreichenden und eigenen  Erfahrungen bei Patienten mit und ohne HIV-Infektion

  • Strukturähnlichkeit mit Clozapin,
  • Kontraindikation u.a. bei Behandlung mit PI’s,
  • Müdigkeit
  • Schwächegefühl
  • orthostatische Hypotonie
  • Granulozytopenie
  • Schwindel
  • Obstipation
  • geringe Gewichtszunahme
  • Myocarditits (1 Fallbericht)
  • Nicht mit Grapefruit einnehmen

Ziprasidon

Zeldox®

 

noch einzufügen

noch einzufügen

noch einzufügen

  • Neues Neuroleptikum, noch keine ausreichenden und eigenen  Erfahrungen bei Patienten mit und ohne HIV-Infektion

  • Nicht bei Herzrhythmusstörungen (QT-Zeitverlängerung) und Herzerkrankungen
  • Benommenheit
  • Kraftlosigkeit
  • Obstipation
  • gastrointestinale Beschwerden
  • Unruhe

Aripiprazole

 

 

 

noch nicht in Deutschland zugelassen

 


Stimmungsstabilisierung &Phasenprophylaxe bei (schizo-)affektiven Psychosen

Wirkstoff (Handelsname)

Serumspiegelveränderungen ART

Serumspiegelveränderungen

Pharmakokinetik,
Wechselwirkungen

Nebenwirkungen und Bemerkungen

Lithium

z.B. Hypnorex®

Quilonum®

keine: renale Ausscheidung

Lithiumspiegel werden durch NaCl erhöht

Mirtazepin kann Lithiumspiegel sowohl erhöhen als auch erniedrigen

Lithium erhöht die Spiegel
einiger Neuroleptika,
SSRI-Spiegel (Fluoxetin) und MAO-Hemmerspiegel

Lithium senkt Amphetaminspiegel

renale Ausscheidung

Bei HIV indiziert, denn Lithium steigert die Haematopoese

Leukozytose

Neutrophilie

Achtung! schmale therapeutische Breite

 

 

Antikonvulsiva:

Carbamazepin
z.B. Tegretal®


Valproat
z.B. Ergenyl®


Lamotrigin
Lamictal®


Gabapentin
Neurontin®

Kombination von Carbamazepin und

AZT birgt die Gefahr der

Knochenmarksdepression

 

Carbamzepin senkt die Spiegel von

  • Amitriptylin
  • Clonazepam
  • Nortriptylin
  • Haloperidol

 

Valproat erhöht den Diazepamspiegel

Carbamazepin:

Cytochrom P-450-Isoenzyme

CYP3A3/4

CYP2D5

 

Valproat und  Lamotrigin:

Glucuronidierung

Cytochrom P-450- kaum betroffen

Carbamazepin und Valproat vermindern die Haematopoese

 

 

 

 

 

 

Gabapentin noch nicht abschließend untersucht

Neuroleptika:

 

Olanzapin
Zyprexa®

s. Atypische Neuroleptika

s. Atypische Neuroleptika

s. Atypische Neuroleptika

Behandlung von manischen Episoden bei bipolaren Störungen

andere atyische Neuroleptika werden derzeit auf ihre antimanische Wirksamkeit untersucht

Depressionen

Depressionen Definition/Diagnose
- Diagnosen nach ICD9/10 oder DSM-III/III-R
- in der Literatur oft uneinheitlich
Differentialdiagnose
1. endogen/Melancholie = major depression
2. reaktiv (neurotisch/exogen)
3. organisch
4. beginnender AIDS-Demenz-Komplex (ADC)
5. medikamentös induziert (z.B. Interferon)
Symptome
- Anhedonie (Lustlosigkeit)
- emotionale Leere
- Gleichgültigkeit
- sozialer Rückzug
- Auffassungsstörungen
- Apathie
- Konzentrationsstörungen
- Gedächtnisstörungen
- Appetitverlust
- Gewichtsabnahme
- psychomotorische Unruhe
- motorische und/oder mentale Verlangsamung
- schnelle Ermüdbarkeit
- Schlafstörungen
- vermindertes Selbstbewußtsein
- (irrationale)Schuldgefühle, etc.
Untersuchungen
wie bei Psychosen
Liquoruntersuchungen fakultativ
Therapie
1. symptomatisch mit Antidepressiva
- mit möglichst geringen Nebenwirkungen auf Organfunktionen
- z.B. Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
- aber auch klassische Antidepressiva, z.B. Trizyklika
2. Antivirale Therapie
- bei entsprechender Indikation
Bemerkungen
- bei HIV soll Inzidenz der Depression 65 % betragen
- Literaturvergleich schwierig wegen Inhomogenität der Methoden, Patientenauswahl, Klassifikationssysteme
- Depressionen in jedem Krankheitstadium bei HIV möglich
- auch prämorbide Symptome beachten
- Differentialdiagnose schwer bis unmöglich


Selektive Serotoninrückaufnahmehemmer (SSRI) und/oder Serotonin-Noradrenalin-Rückaufnahmehemmer (SNRI)

Wirkstoff
(Handelsname)

Serumspiegelerhöhungen ART

Serumspiegelerhöhungen anderer Medikamente

Pharmakokinetik, Wechselwirkungen

Nebenwirkungen

Fluoxetin
z.B. Fluctin®

Paroxetin
Seroxat®, Tagonis®

Fluvoxamin
z.B. Fevarin®

Citalopram
Cipramil®, Sepram®

Sertralin
Zoloft®, Gladem®

Venlafaxin
Trevilor®

NRTIs

PI

NNRTI

Benzodiazepine
Carbamazepin
Valproinsäure
Lithium
MAO-Hemmer
klassische Neuroleptika
z.B. -Haloperidol

Trizyklische Antidepressiva
z.B. -Desipramin
       -Clomipramin
       -Nortriptylin
Morphine

Cytochrom-P-450-Isoenzyme werden inhibiert

Plasmaspiegel anderer Substrate werden dadurch erhöht

 

Venlafaxin und

Sertralin werden von dem Isoenzym CYP2D6 metabolisiert

 

Übelkeit

Brechreiz

gastrointestinale Störungen

Kopfschmerzen

Unruhe

 

Trizyklische Antidepressiva (TZA)

Wirkstoff (Handelsname)

Serumspiegelerhöhungen ART

Serumspiegelveränderungen

Pharmakokinetik, Wechselwirkungen

Nebenwirkungen und Bemerkungen

Amitriptylin
z.B. Saroten®

 

Clomipramin
z.B. Anafranil®

 

Doxepin
z.B. Aponal®

 

Imipramin
z.B. Tofranil®

antiretrovirale Medikamente, die über die P450-Isoenzyme
CYP1A2,
CYP2D6 bzw.
CYP3
verstoffwechselt werden

TZA-Spiegel werden durch
-Serotonin-Wideraufnahme-Hemmer,
-Neuroleptika und
-Carbamazepin
erhöht

 

TZA erhöht
Analgetika- und
Morphinspiegel

keine Cytochrom-P450-Interaktion
aber TZA sind Substrate des
P450-Systems und führen zu
Wechselwirkungen mit Medikamenten, die über    
  Isoenzyme
  CYP1A2,
  CYP2D6 und
  CYP3
verstoffwechselt werden

Achtung! TZA haben eine geringe therapeutische Breite

anticholinerge und antihistaminische Nebenwirkungen

z.B. -Mundtrockenheit
       -Müdigkeit
       -Akkomodationsstörungen
       -Blutdruck-Senkung

AIDS-Demenz-Komplex (ADC)

AIDS-Demenz-Komplex (ADC) Definition/Diagnose/Ursache
- Klinisch: Ausschlußdiagnose!
- Diagnose, uneinheitlich in Literatur
- ICD9/10 oder DSM-III/III-R verlangt
ausgeprägte kognitive Beeinträchtigung
- direkte HIV-Infektion des ZNS
Differentialdiagnose
1. Pseudo-Demenz, z.B. bei Depressionen
2. opportunistische Infektionen des ZNS
3. Tumoren des ZNS (Lymphome)
4. Sepsis, Hypoxie, Anaemie, metabolische Imbalanz
5. Alkohol, Drogen
Symptome
A Kognitive Dysfunktionen
1. Konzentrationsstörungen
2. Gedächtnisstörungen
- Kurzzeitgedächtnis
- Langzeitgedächtnis
- schnelles Erinnerungsvermögen
3. Defizite der intellektuellen Fähigkeiten:
- psychomotorische Verlangsamung
- abstraktes Denken
- Urteilsvermögen
- verbale Fähigkeiten
- Rechnen
4. defizitäre psychosoziale Funktionen
- Arbeitsleistung
- übliche soziale Aktivitäten
- Beziehungen
B Fokale kortikale Zeichen fehlen häufig
- kaum Apraxie (im Anfangsstadium)
- kaum Aphasie (im Anfangsstadium)
C Neurologische Defizite (Endstadium)
- Mutismus
- Inkontinenz
- Plegien
Untersuchungen
siehe Psychosen
Therapie
1. liquorgängige antivirale Therapie (z.B. AZT)
2. symptomatisch, falls möglich
Bemerkungen:
- Frühdiagnose schwierig, vor allem DD Depression
- leichte kognitive Defizite nach ICD und DSM:
noch keine Demenz-Diagnose!
- Es besteht eine Korrelation zwischen AIDS-Dauer und psychopathometrischen Befunden
- ADC ist eine Erkrankung des Spätstadiums (=AIDS)
- kein Korrelat zwischen Klinik und Neuropathologie!
- Inzidenz 4-60%! durch Divergenz der Untersuchungsmethoden, -zeitpunkte und Patientenauswahl
- Hohe Viruslast im Liquor korreliert mit ADC
hohe Viruslast im Blut jedoch nicht!
Synonyme
- AIDS Demenz-Komplex:
klinische Symptome
- AIDS Enzephalopathie:
neuropathologische Befunde

Suizidalität

Suizidalität - Inzidenz deutlich höher im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung
- im Beginn der AIDS-Ära: häufig kurz nach Diagnosetellung (Sturz aus der Höhe)
- in jüngster Zeit Abnahme der Suizide, durch bessere Prognose, Therapie und Lebensqualität?
- in den letzten Jahren Latenz von 1 bis 2 Jahren nach Diagnosestellung
- in den USA häufiger Suizide als in Europa
- Suizidversuche sollen nicht häufiger vorkommen als in der Normalbevölkerung
- Suizidideen sind häufiger bei HIV-Seropositiven und ARC als bei AIDS-Patienten
- organische Erkrankung durch HIV und Depressivität: erhöhte Suizidalität und Suizidgedanke
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Seite zuletzt geändert am 17.04.2007 12:37:00