HIV-Leitfaden      Startseite : Inhaltsverzeichnis : HIV-assoziierte Krankheitsbilder : Kryptokokkose  
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Einleitung
Grundlagen
Diagnostik
Vom Symptom zur Diagnose
Vorgehen bei diagnostizierter HIV-Infektion
Therapie
HIV-assoziierte Krankheitsbilder
Orale Haarleukoplakie
Candida-Infektionen
Herpes simplex-Infektionen
Varizella zoster-Infektionen
CMV-Infektionen
Pneumocystis jirovecii-Pneumonie (PjP oder PcP)
Zerebrale Toxoplasmose
Tuberkulose
Atypische Mykobakteriose
Kryptosporidiose
Aspergillose
Kryptokokkose
Wasting-Syndrom
HIV-Enzephalopathie (AIDS-Demenz-Komplex)
Syphilis
HIV-assoziierte Neoplasien
Organspezifische Erkrankungen
HIV-Infektion bei Kindern
Ernährung bei HIV-Infektion
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Kryptokokkose

Maria Procaccianti

Erreger / Epidemiologie

  • Cryptococcus neoformans
    Weltweit verbreiteter Hefepilz, besonders Vogelexkremente (Tauben) Erkrankung der Spätphase (CD4 < 50/µl) durch Inhalation von erregerhaltigem Staub mit pulmonaler Infektion und anschließender hämatogener Streuung,
    häufigste Manifestation: Meningitis AIDS-definierende Erkrankung

Klinik

  • zwei unterschiedliche Verlaufsformen:
    1. Protrahierte Infektion: (Tage bis Wochen) mit Befall verschiedener Organsysteme (Lunge, Haut, Augen und in der Regel Meningen)
    2. Foudroyanter Verlauf: (wenige Tage) als Meningoenzephalitis und Sepsis; Fieber, Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden, Meningismus (25 %) Somnolenz bis Koma, Krampfanfälle, Hirnnervenausfälle häufig: Begleitsinusitis

Diagnose

  • serologisch: Kryptokokken-Antigennachweis (bei Meningitis in nahezu 100%) in Serum und Liquor; Erregernachweis im Tuschepräparat aus Liquor; kulturell aus Sputum und Hautinfiltraten bei extra- kraniellem Befall
    CT-Schädel
    zum Ausschluß anderer Ursachen

Therapie

  • Therapiebeginn beim Nachweis von Kryptokokkenantigen!
    Amphotericin B 1 x 0,3 mg - 0,8 mg/kg/d i.v. oder liposomales Amphotericin B
    1 x 3 mg/kg und Fluconazol 1 x 400 mg/d i.v. und Flucytosin 150 mg/kg/d verteilt auf 4 Dosen für 6 Wo
  • neuere Antimykotika (Posaconazol, Voriconazol u.a.) mit noch geringer Datenlage

Prophylaxe

  • nur sekundär!
    Fluconazol 1 x 200-400 mg/d (Itraconazol 2 x 200mg/d weniger wirksam als Fluconazol)
    bei guter Immunrekonstitution (CD4>200/µl und neg. VL über 3-6 Monate) und negativem Ag kann nach ausreichender Erhaltung die Sekundärprophylaxe abgesetzt werden. Bei Verschlechterung des Immunstatus muss Sekundärprophylaxe wieder eingeleitet werden.
Link zu US-amerikanischen Guidelines (v. 10.04.2009): http://aidsinfo.nih.gov/contentfiles/Adult_OI_041009.pdf
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Seite zuletzt geändert am 21.02.2010 12:30:00